Enttäuschung (keine Überraschung). Félix Guattari über den „planetarischen Kapitalismus“

Keine kulturpessimistische Klage über die nie endende Ausschlachtung großer Namen nach dem Ableben ihrer Träger, auch wenn die Textfledderei mitunter nervt und immer irgendwann einen toten Punkt erreicht. Die gerade bei Merve erschienene kleine Sammlung mit Texten von Félix Guattari (1930-1992), auf die ich durchaus neugierig war, hinterlässt nun leider aber genau einen einzigen Leseeindruck,... Weiterlesen →

Die Wiederentdeckung der „zweiten Linken“

Die Gesellschaftskritik der alternativ-linken Bewegungen der 'langen siebziger Jahre' - die Diagnosen und Utopien der Post-68er - scheinen für das 21. Jahrhundert, noch oder wieder, eine gewisse Strahlkraft zu haben. Ökologische Krise, Konsumismus, entgrenztes Wachstum, flexibler Kapitalismus - die seit '68' geprägten Schlagworte wirken weiterhin und scheinen wie gemacht für eine Kritik heutiger Verhältnisse. Ähnlich... Weiterlesen →

Esst keine Blumen! Mark von Schlegell: Venusia

Mark von Schlegells Debütroman Venusia ist literarische Postmoderne im frühen 2000er style. Nun in schöner deutscher Übersetzung von Simon Elson bei Matthes & Seitz erschienen, erstveröffentlicht 2005 bei Semiotext(e) - und damit in einem Programm, in dem sich seit 1974 literarische Experimente, kultureller Underground und poststrukturalistische Theorie (french theory) treffen. Venusia ist natürlich Science Fiction:... Weiterlesen →

Das Politische der Weltgesellschaft – Nir Baram: Weltschatten

Gegenwärtig sind zwei literarische Trends offensichtlich: die Aufarbeitung der politischen Träume des 20. und die Vermessung der globalen Welt des bereits etwas fortgeschrittenen 21. Jahrhunderts. Nir Barams Weltschatten (2016) führt beide Trends zusammen. Weltschatten folgt einer Gruppe israelischer Geschäftsleute, einer US-amerikanischen Beratungsfirma (spezialisiert auf Wahlkämpfe und politische Kampagnen) und einigen englischen Anarchist_innen, die sich einem... Weiterlesen →

Bookstore Punk – die Autobiographie von Richard Hell

Richard Hell - Miterfinder und Mitbegründer von Punk im New York der 1970er Jahre; zusammen mit Tom Verlaine als Television für eines der einflussreichsten Alben der mittleren Musikgeschichte verantwortlich: Marquee Moon (1977); Stichwortgeber der Blank Generation; Autor einer Autobiographie, die inzwischen auch in deutscher Übersetzung vorliegt. Musiker_innenmemoiren neigen dazu, nur begrenztes Lesevergnügen zu bieten. In... Weiterlesen →

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